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Herbst-Tief Ein bisschen Trübsal ist normal Wenn im Herbst mit der Temperatur auch die Stimmung gegen Null geht, ist das nicht unbedingt ein Anlass zur Sorge, sagen Mediziner Gedrückte Stimmung, Müdigkeit, Erschöpfung, Heißhunger auf Süßes und Gewichtszunahme sind typische Zeichen des "Herbst-Blues". Ein wichtiger Auslöser, so sagen Psychiater, ist der Lichtmangel. Während die Sonne im Juni durchschnittlich knapp sieben Stunden am Tag scheint, sind es im Monat November gerade mal noch zwei. Bewegung hebt die Stimmung "Licht wirkt auf die Produktion des körpereigenen Hormons Melatonin, das unter anderem den Schlaf- und Wachrhythmus des Körpers beeinflusst", erklärt Prof. Dr. Ulrich Hegerl von der Psychiatrischen Klinik der Universität München. "Eine vorübergehende gedrückte Stimmung ist kein Grund zur Besorgnis", sagt Hegerl. Er empfiehlt in diesem Fall Bewegung, am besten Spaziergänge an der frischen Luft. Anhaltende Beschwerden? Ab zum Arzt! Eine Depression, eine schwere medizinische Erkrankung, unterscheide sich dagegen deutlich von einer melancholischen Herbststimmung: "Wenn depressive Beschwerden wie Schlafstörungen und tiefgehende Freud- oder Hoffnungslosigkeit mehr als zwei Wochen anhalten und den Alltag stark beeinträchtigen, sollten die Betroffenen zum Arzt gehen", rät der Wissenschaftler. Infos: http://www.kompetenznetz-depression.de |
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