Nebenwirkungen

Wie oft "selten" eigentlich vorkommt

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen ist auf Beipackzetteln oft nur mit vagen Begriffen wie "gelegentlich" oder "selten" umschrieben. Diese haben jedoch eine fest definierte Bedeutung, so der Bundesverband Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in Berlin

Wenn eine Nebenwirkung als "häufig" bezeichnet wird, dann sei sie bei mehr als zehn Prozent der Anwender feststellbar. Bei "gelegentlich" betrifft sie ein bis zehn Prozent, bei "selten" treffen die Nebenwirkungen weniger als ein Prozent der Patienten.

"Sehr selten" bedeutet, dass die Begleiterscheinungen bei mindestens einem von 1000 Anwendern auftreten, "im Einzelfall" bedeutet einen Fall auf 50.000 bis 100.000 Anwender des Medikaments, heißt es weiter.

Die ABDA weist noch darauf hin, dass Patienten, die nach der Anwendung eines Medikaments spürbare Veränderungen feststellen, sich bei ihrem Apotheker melden sollen. Dieser leite die Information an die Arzneimittelkommission weiter, falls die Nebenwirkung noch nicht bekannt sei.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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