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Sonnenbrand Krebsrote Haut nach allzu intensivem Sonnenbad – Alarmstufe Rot! "Sofort Quark drauf", raten die einen. "Vergiss Großmutters Geheimrezept", warnen die anderen. Wer hat denn nun Recht? Was nützen alle Vorsichtsmaßnahmen, wenn man am Strand oder auf dem Balkon gut eingecremt im Schatten eines Sonnenschirms eingeschlafen ist und erst Stunden später in der prallen Sonne wieder aufwacht? Nichts! Der Sonnenbrand ist da, und nun gilt es, sofort Schadensbegrenzung zu betreiben. Von Wickeln mit Quark, Milch, Buttermilch, Joghurt oder Kefir, auf die unsere Großmütter schworen, raten Hautärzte allerdings generell ab. "Milchprodukte sind oft ein undefiniertes, unsteriles Gemisch. Sie enthalten Eiweißstoffe und andere Substanzen, die möglicherweise für die ohnehin schon entzündete Haut unverträglich sind und zu allergischen Reaktionen führen können", erklärt Dr. Matthias Herbst, Hautarzt und Allergologe aus Darmstadt. Besser ist es, die Haut für einige Minuten unter fließendem kaltem Wasser zu kühlen. Bei der Gelegenheit reichlich trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Medikamentöse Hilfe bekommen Sie beim Apotheker. Er kann Ihnen gegen Schmerz und Entzündung ein Mittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Naproxen, Acetylsalicylsäure oder – als Alternative für Magenempfindliche – Paracetamol zur Einnahme empfehlen, dazu ein Brand- oder Wund-Gel. Bei stärkerer Entzündung ist eine rezeptfreie Salbe mit niedrig dosiertem Hydrocortison zum Eincremen der betroffenen Hautpartien ratsam. Sind Rötung und Hautreizung bzw. Entzündung abgeklungen, sollten Sie ein pflegendes After-Sun-Produkt, etwa mit Aloe vera, nicht vergessen. Wenn die Haut Blasen wirft oder gar wund wird, erst recht wenn Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden hinzukommen, sollten UV-Strahlen-Geschädigte unbedingt sofort einen (Haut-)Arzt aufsuchen. |
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