Mit Kindern reisen

Spielend in den Urlaub

Kaum sitzen die Kleinen im Auto, schon geht’s los: Wann sind wir da? Ich hab Durst! Mir ist so langweilig! Mit unseren Tipps vertreiben Sie Ihrem Nachwuchs unterwegs mühelos die Zeit!

Mit einem Stoßseufzer starten die meisten Eltern in den Urlaub: "Wenn wir doch bloß schon dort wären …" Denn Kinder sind nun einmal ungeduldige Reisegenossen, denen es schnell langweilig wird. Damit Sie unterwegs nicht unnötig Nerven lassen, hier die besten Tipps, wie Sie Ihren Nachwuchs bei guter Laune halten.

Spielsachen griffbereit halten

Verstauen Sie am besten alles, was Sie schnell zur Hand haben wollen in einer Extratasche. Das ist besonders bei Flug- oder Zugreisen günstig. Spätestens im Kindergartenalter kann Ihr Kind dabei helfen. Besonders praktisch im Auto: Spielzeug-Utensilos mit mehreren Taschen, die über die Rückenlehne der Vordersitze gehängt werden. Darin sind die Spielsachen gut untergebracht und leichter zu finden als im Rucksack oder Köfferchen.

Nichts mitnehmen, was aus vielen Einzelteilen besteht

Unter Garantie gibt es alle zwei Minuten Gezeter, weil irgendein Stück in den Fußraum oder neben den Sitz gerutscht ist. Und Sie können sich als Schlangenmensch betätigen, um den verlorenen Schatz wieder hervor zu angeln. Ebenso wenig geeignet sind Sachen, die leicht zu Chaos führen, etwa Filzstifte. Sie hinterlassen auf Fingern, Sitzen und Kleidern höchst eindrucksvolle Flecken.

Denken Sie an Gesellschaft für die Kleinsten

Babys und Kleinkinder können sich noch nicht über längere Zeit hinweg selbst beschäftigen. Packen Sie vor längeren Autofahrten daher möglichst so, dass auf dem Rücksitz ein Platz frei bleibt. Dann können Mama oder Papa sich auch mal eine Weile zum Mitspielen nach hinten setzen.

Eine Überraschung aufheben

Bestimmt wird der Moment kommen, in dem Sie all Ihr Pulver verschossen haben. Dann ist es hilfreich, wenn Sie einen letzten Trumpf hervorzaubern können – eine neue Musikkassette, ein kleines Magnetspiel, eine lustige Handpuppe oder ein Bilderbuch.

Finger- und Kitzelspiele für Babys

Die Kleinsten brauchen während der Fahrt vor allem Anregung. Sie mögen es, wenn sie von Mama oder Papa gekitzelt und beknuddelt werden. Dazu genügt es, wenn Sie mit großem Tamtam Fuß, Bauch oder Nase Ihres Kindes mit dem Finger antippen – "Daaa ist ja die Nase". Viel Erfolg hat meist auch fröhliches Grimassenschneiden oder Fingerwackeln. Auch wenn Sie Finger und Hände Ihres Kindes bewegen. Eine Art Mini-Theater können Sie mit Fingerpüppchen veranstalten (Spielwarenhandel). Notfalls tut’s ein Stück Papier, das zum Schiffchen oder Hut gefaltet und auf einen Finger gestülpt wird. Sie können auch mal Rassel, Kuscheltier und Schmusepuppe tanzen lassen.

Öfter mal eine Pause machen

Auch das tollste Spielzeug und die besten Ideen können nicht verhindern, dass Ihr Kind irgendwann unruhig wird. Es braucht einfach Bewegung. Im Zug ist das meist kein Problem: auf zur Wanderung durch die Waggons. Selbst im Flugzeug können Sie immerhin auf dem Gang auf und ab gehen. Wenn Sie aber mit dem Auto auf Tour sind, müssen Sie alle zwei, drei Stunden für gut 30 Minuten anhalten. Das tut übrigens auch dem Fahrer gut. Kalkulieren Sie diese Pausen ein, wenn Sie Ihre Fahrt planen. Ihr Kind sollte sich austoben können. Günstig sind Rastplätze mit Spielplatz.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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