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Erinnerung Farben helfen dem Gedächtnis auf die Sprünge Menschen können sich an etwas, das sie gesehen haben, besser erinnern, wenn Farbe im Spiel war Das Experiment eines Teams um Karl Gegenfurther vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen: Probanden bekamen 48 Fotos zu sehen, die Hälfte davon in Farbe, die andere Hälfte schwarzweiß. Später konnten sich die Testpersonen weitaus besser an die bunten Bilder erinnern. Fürs Abspeichern im Gehirn scheint Farbe also eine wichtige Rolle zu spielen. Nur Farbe allein – und das hat die Forscher besonders überrascht – hilft allerdings überhaupt nicht bei der Erinnerung. Unnatürlich kolorierte Bilder prägten sich dem Gehirn genauso gut oder schlecht ein, wie schwarzweiße. "Es scheint", sagt Gegenfurther, "als ob unser Erinnerungssystem – wahrscheinlich während der Evolution oder der Individualentwicklung – auf die Farbstrukturen, die sich in der realen Welt finden, ausgerichtet wurde." Wenn Reize als unnatürlich oder abwegig eingestuft werden, werden sie für die Informationsverarbeitung offenbar einfach ausgefiltert. Gegenfurther veröffentlichte seine Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen aus Newcastle und Tübingen im "Journal of Experimental Psychology". |
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