Solarien-Check

Künstliche Sonne nicht unbedenklich

Viele schwören auf die Bräune von der Bank. Mit einem kleinen Testkatalog kann jetzt jeder sein Sonnenstudio unter die Lupe nehmen und bei schlechten Noten in ein anderes wechseln

Manch einer will nicht länger auf die Sonne warten und geht ins Sonnenstudio. Doch die Deutsche Krebshilfe, das Bundesamt für Strahlenschutz und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention raten, Solarien mit Vorsicht zu genießen. Wer trotzdem ein Sonnenstudio besuchen will, um sich Bräune von der Bank zu holen, sollte zuvor mit einem Hautarzt über sein individuelles Strahlenrisiko sprechen. Bei der Auswahl eines geeigneten Solariums kann Ihnen dann dieser Check helfen. Folgende Fragen sollten Sie mit ja beantworten können:

  • Studio wird von Fachpersonal betreut (kein Münzautomat).
  • Das Personal weist auf die Gesundheitsschädlichkeit der UV-Strahlung hin und händigt "UV-Infos" aus.
  • Personen unter 18 Jahren oder mit Hauttyp I (hellhäutig, rothaarig) werden nicht eingelassen.
  • Personal erkundigt sich, ob man Medikamente genommen hat, und weist darauf hin, dass man ungeschminkt und ohne Parfüm auf die Sonnenbank sollte.
  • Personal fragt, wie lange der letzte Solariumbesuch zurückliegt.
  • Die anfängliche Besonnungszeit wird berechnet.
  • Personal fragt nach Sonnenbränden und Hautkrankheiten.
  • Man bekommt (ungefragt) eine Sonnenbrille.
  • Bräunungsgerät gehört laut Bezeichnung zum Gerätetyp II oder III.
  • Die Bräunungsgeräte sind mit Angaben zur max. Anfangs- und Höchstbestrahlung versehen.
  • Gerät schaltet sich nach der Höchstbestrahlungsdauer automatisch ab.
  • Die Geräte sind mit Hinweisen zur UV-Strahlung versehen, z.B. "Warnhinweise beachten!".

Wer eine oder mehrere Fragen mit nein beantworten muss, sollte bei diesen Punkten von sich aus nachhaken und bei unbefriedigender Auskunft auf die Suche nach einem anderen Studio gehen.

(Quelle: Verbraucherzentrale NRW)

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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