Diabetesgefahr

Atemstörungen im Schlaf

Insulin-Resistenz und Glukose-Intoleranz sind die ersten Anzeichen eines beginnenden Diabetes. Jetzt wurden weitere gefunden: Quasi über Nacht.

Eine amerikanische Studie zeigte bei 135 Männern, die unter Schlaf-Apnoe – also zeitweise Atemaussetzer während des Schlafs – litten, ein zweifach erhöhtes Risiko für Glukose-Intoleranz und je nach Schwere der Schlafstörung eine zunehmende Insulin-Resistenz. Dabei können die Patienten den wichtigsten Energiespender Glukose nicht mehr richtig verwerten und entwickeln Abwehrstoffe gegen das körpereigene Insulin, das die Glukoseaufnahme in die Zelle reguliert.

In der Gruppe der ausgesuchten Personen, die zwar leicht übergewichtig, ansonsten aber gesund waren, kamen leichte Atemstörungen relativ häufig (40-60%) vor. Im Durchschnitt kam es zu 17 Atemaussetzern von mehr als 10 Sekunden pro Stunde. Bei einer Rate von mehr als 5 Störungen pro Stunde stellten die Wissenschaftler aus Baltimore/USA einen erkennbaren Zusammenhang zu den Zuckerstoffwechsel-Defekten fest. Die Ergebnisse des Teams um Philip Smith sind in der amerikanischen Fachzeitschrift "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" nachzulesen.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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