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Schuppen |
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Schnee von gestern |
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Kopfschuppen entstehen meist, weil die Haut stark gereizt ist. In diesem Fall ist es recht einfach, das Problem in den Griff zu bekommen. Was Sie jetzt tun und besser lassen sollten |
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Wenn die Schuppen wie Schnee rieseln, ist das meist ein Zeichen für eine gereizte Kopfhaut. Häufiges Haarewaschen, zu heißes Wasser oder aggressive Haarpflegemittel können die Kopfhaut übermäßig austrocknen. Die Folge: Die einzelnen Hautschuppen können nicht mehr durch Kämmen und Waschen entfernt werden. Sie verkleben zu Hunderten auf der Kopfhaut und werden dann abgestoßen. Es entstehen die sichtbaren, weißlichen Punkte auf der Kleidung, die so ungepflegt wirken. Wenn eine Erkrankung der Kopfhaut ausgeschlossen werden kann, helfen meist schon einfache Verhaltensregeln, die Schuppenbildung zu verringern. |
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Was Sie gegen Schuppen tun können |
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Richtig bürsten: Bürsten Sie das Haar vor jedem Waschen gründlich aus. Die Hautzellen lösen sich so schon vor der Haarwäsche und können dann unter fließendem Wasser leichter ausgespült werden. Zum Kämmen eignen sich weiche Bürsten mit Naturborsten. Bürsten Sie einmal pro Tag etwa zwei Minuten die Haare vom Nacken in Richtung Scheitel und anschließend wieder vom Scheitel zum Nacken. Das regt die Lymphdrüsen an, die Kopfhaut wird besser durchblutet, und der Juckreiz lässt an. |
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Mildes Shampoo verwenden: |
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Apothekenübliche Produkte tragen die Bezeichnung "mild". Sie sind frei von irritierenden Tensiden und sind allgemein gut hautverträglich. So kann sich die gereizte Kopfhaut wieder beruhigen und die Schuppenbildung vermindert werden. Wirkstoffe wie Birke, grüner Tee, Huflattich, Weidenteer, Rosmarin und Zitronenmelisse haben sich in Fertigprodukten bewährt. |
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Kopfhaut ölen: |
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Damit die Kopfhaut nicht entfettet wird, sollten Sie vor der Haarwäsche spezielle Haaröle oder reines Jojobaöl auftragen. Massieren Sie das Öl mit den Fingerkuppen ganz sanft in die Kopfhaut ein. |
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Entspannen: |
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Stress oder seelische Belastung sind oft Auslöser für Kopfschuppen. Es entsteht Juckreiz, der zum Kratzen verführt, was wiederum Entzündungen an den Haaransätzen hervorruft. Versuchen Sie deshalb bei Stress bewusst zu entspannen. Methoden gibt es viele; sie reichen vom autogenen Training bis Yoga. |
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Was Sie unbedingt vermeiden sollten |
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Kratzen: |
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Juckt die Kopfhaut so heftig, dass Sie die Finger nicht davon lassen können, dann nehmen Sie zumindest nur die Fingerkuppen und nicht die Nägel. Schon kleinste Verletzungen lassen Keime eindringen. So können leicht schmerzhafte Entzündungen entstehen. |
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Täglich waschen: |
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Waschen Sie Ihre Haare nicht jeden Tag, sondern höchstens alle zwei bis drei Tage. Das viele Waschen kann nämlich die Kopfhaut zusätzlich reizen. Achten Sie auf temperiertes Wasser, und spülen Sie das Haarshampoo mindestens drei Minuten lang gründlich aus. |
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Heftig rubbeln: |
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Ihr Haar sollten Sie nach dem Waschen nicht trocken rubbeln. Wickeln Sie es stattdessen in ein großes Handtuch, und drücken Sie mit den Fingern sanft dagegen. Vermeiden Sie alkoholische Kopfwässer. Sie können die Haut reizen. |
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Heiß föhnen: |
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Wer seine Haare oft und heiß föhnt, belastet seine Kopfhaut. Achten Sie deshalb darauf, dass der Föhn nur warm und auf eine niedrige Stufe eingestellt ist. Halten Sie zwischen Föhn und Haaren einen Mindestabstand, der etwa der Entfernung vom Handgelenk zum Ellenbogen entspricht. |
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