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Biorhythmus |
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Nutzen Sie Ihre Leistungshochs |
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Das allmonatliche Auf und Ab der Hormone hat auch ein paar gute Seiten. Frauen, die ihren Zyklus kennen, leben besser |
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Dass Frauen am Ende des Monatszyklus oft nicht gut gelaunt sind, wird von kaum einem Mann bezweifelt. Manche nehmen das monatliche Leistungstief sogar wissenschaftlich unter die Lupe: Edward Wojtys von der Uni Michigan/USA untersuchte 40 College-Sportlerinnen, die sich einen Kreuzbandriss zugezogen hatten. Ergebnis: Zwischen dem zehnten und dem vierzehnten Tag des Monatszyklus steigt das Verletzungsrisiko. Das Beispiel zeigt, dass das Auf und Ab der Hormone gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Fakt ist: Der Hormonspiegel einer Frau schwankt im Rhythmus von etwa 28 Tagen. Und dieses Auf und Ab hat auch Einfluss auf Stimmung und Immunsystem. Wer seine Hochs und Tiefs kennt, kann Termine besser planen und sich die notwendigen Auszeiten gönnen. |
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Der Monatszyklus |
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1. Tag: Die Regelblutung setzt ein. |
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Darauf müssen Sie achten: Das Immunsystem ist jetzt weniger leistungsfähig. Das Risiko, sich eine Erkältung zu holen, ist erhöht. Das Gute: In der Frühphase des Monatszyklus bildet der Körper mehr von dem Müdigkeitshormon Melatonin. Sie schlafen besser. Tipp: Wer zu Lippenherpes neigt, sollte die Auslöser jetzt meiden – Sonnenstrahlung, Stress oder eine Zahnarztbehandlung. |
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Bis zum 13. Tag: Jetzt ist der Östrogenspiegel am höchsten. |
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Darauf müssen Sie achten: In diesen Zyklusabschnitt fallen die fruchtbaren Tage. Das Gute: In der Zyklusmitte steigt die Leistungsfähigkeit an. Das Schmerzempfinden ist verringert. Wasser, das der Körper vor der letzten Periode eingelagert hat, schwemmt er jetzt aus. Viele Frauen nutzen den kleinen Gewichtsverlust als Einstieg in eine Diät. |
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Tipp: Legen Sie Prüfungen und wichtige Termine in diese Zyklusphase. |
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Bis zum 20. Tag: Der Östrogenspiegel sinkt langsam ab. |
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Darauf müssen Sie achten: Die Kraft des Immunsystems lässt nach. Das Gute: Die Lust auf Sex nimmt zu. Tipp: Jetzt ist die beste Zeit, ein neues Parfum zu kaufen. Denn der Geruchssinn ist besonders fein. |
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Ab dem 20 Tag: Der Blutspiegel des Hormons Progesteron steigt an. |
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Der Östrogenspiegel fällt stark ab. Darauf müssen Sie achten: Der Körper lagert vermehrt Wasser ein. Bei manchen Frauen schwellen deshalb die Finger an, die Brüste spannen und sind schmerzempfindlich. Das Gute: Wer Kreislaufbeschwerden hat, leidet jetzt weniger. Tipp: Gegen Wassereinlagerungen hilft salzarme, |
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eiweißreiche Ernährung. Bei Reizbarkeit sind Mönchspfeffer-Präparate aus der Apotheke nützlich. Frauen, die die Tage vor den Tagen als starke Belastung empfinden, sollten mit dem Frauenarzt über Möglichkeiten der Behandlung reden. |
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Ab dem 24. Tag: |
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In den letzten Tagen vor dem erneuten Einsetzen der Regelblutung ist der Körper besonders empfindlich. Darauf müssen Sie achten: Die körperliche Leistungsfähigkeit ist noch niedriger als während der Regelblutung. Das Gute: Der Körper verbrennt besonders viel Kalorien, auch wenn Sie davon wenig bemerken. Denn weil der Körper Wasser einlagert, geht das Gewicht in dieser Zyklusphase meistens nach oben. Tipp: Psychische Belastung kann die schlechte Stimmung verstärken. Versuchen Sie, stressige Dinge um ein paar Tage zu verschieben. |
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Die Regelblutung lässt sich verschieben |
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Leistungssportlerinnen machen es vor: Wenn ein wichtiges Ereignis mit dem Monatszyklus kollidiert, verschieben sie oft durch Einnahme von Hormonpräparaten die Periode. Auch für Frauen, die keine Grand-Slam-Turniere spielen, kann es manchmal wünschenswert sein, die Periode zu verschieben, etwa bei Reisen in Länder mit schlechten Hygienebedingungen. Reden Sie mit dem Frauenarzt, er kann Ihnen in diesem Fall helfen. |
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