"Nimm die Treppe"

 

Gesundheit zur Gewohnheit machen

Wer statt der Rolltreppe die feste Treppe nimmt, ist stolz auf sich – und darf es sein.

Bekanntlich sind bereits kurze regelmäßige Bewegungen im Alltag ein Geschenk für die Gesundheit. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Knochenbrüche sinkt mit jeder erklommenen Stufe. Trotzdem verzichtet normalerweise nur jeder Zehnte auf die bequeme Rolltreppe.

Die Studie: Mit Sprüchen wie "Nimm die Treppe", "Leichte Übung" und "Bleib fit" – an den Stufen einer Kaufhaustreppe angebracht – versuchten britische Sportwissenschaftler, die Kunden eines englischen Einkaufszentrums zum Treppensteigen zu bewegen. Mit Videokameras überprüften sie den Erfolg ihrer Aktion.

Das Ergebnis: Mit ihren Schildern konnten die Fitness-Forscher den Anteil der Treppenbenutzer ohne viel Aufwand verdoppeln. Sogar acht Wochen nachdem sie die bunten Banner entfernt hatten, war der Effekt noch deutlich: Besonders junge Männer begeisterten sich anhaltend für die Fitness-Einlage. Bei den Frauen ließ die Lust aufs Treppensteigen nach dem Entfernen der Schilder schneller nach. Vielleicht fehlte ihnen die Spruchtafel an der obersten Treppenstufe: "Gut gemacht".

Die Bewertung: Bereits eine kleine Ermunterung reicht aus, um aus Bewegungsmuffeln Alltagssportler zu machen. Ist die Macht der Gewohnheit erst einmal gebrochen, fällt das Treppensteigen nicht mehr allzu schwer. Sogar Bewegung kann schließlich zur Gepflogenheit werden.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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