Ernährung

 

Trinken, trinken, trinken!

Wasser ist unser preiswertestes Lebensmittel. Und eines der wichtigsten dazu. Fragt sich nur, warum die meisten von uns trotzdem nicht genug davon trinken

Noch vor 40 Jahren rieten manche Ärzte ihren Patienten, möglichst sparsam zu trinken, um die Nieren zu schonen. Inzwischen weiß man: Ein gesunder Erwachsener sollte, einschließlich des in seiner Nahrung enthaltenen Wassers, täglich zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

Die Realität sieht anders aus: Neuen Schätzungen zufolge trinken wir Deutsche im Tagesdurchschnitt mindestens einen Viertelliter zu wenig. Kein guter Zug, denn chronischer Wassermangel kann Folgen haben – Nierensteine beispielsweise, Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Verwirrtheit. Und wenn wir unserem Körper überhaupt keine Flüssigkeit mehr zuführen, tritt in der Regel bereits nach vier Tagen der Tod ein.

Wer ein paar einfache Trinkregeln befolgt, muss sich keine Sorgen machen, zu wenig Flüssigkeit zu bekommen:

Trinken Sie möglichst, bevor der große Durst kommt – dann liegt noch kein Flüssigkeitsdefizit vor.

Trinken Sie nie mehr als einen halben Liter auf einmal – das würde Ihren Magen überfordern.

Trinken Sie "abwechslungsreich" – Wasser, Säfte, Schorlen, Kräutertees.

Trinken Sie Ihre Lieblingsgetränke bei Temperaturen, die Sie als angenehm empfinden. Wenn eisgekühlt, dann bitte in kleinen Schlucken.

Trinken Sie schon während des Sports regelmäßig so viel zwischendurch, dass es gar nicht erst zum Flüssigkeitsverlust kommen kann.

Übrigens: Alkohol- und koffeinhaltige Getränke zählen bei der empfohlenen Trinkmenge nicht mit, weil sie den Wasserverlust fördern. Faktoren wie salzhaltige Kost, sportliche Betätigung und hohe Temperaturen, aber auch Krankheiten mit Fieber, Durchfall und Erbrechen können den Bedarf noch erheblich steigern.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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