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Vorsicht, Wintersonne! |
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Der richtige Sonnenschutz für Skifahrer |
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Winterurlaub macht Spaß und ist gesund – wenn Sie die Sonne nicht unterschätzen. Tipps, wie Sie mit heiler Haut zurückkommen. |
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Viele Wintersportler bereiten sich mit Gymnastik gut vor, treten mit perfekter Ausrüstung an – und vernachlässigen den Sonnenschutz. Das Tückische beim Skifahren: In Hochgebirgslagen ist die Strahlung intensiver. Und weil Schnee zusätzlich etwa 85 Prozent der auftreffenden Strahlen reflektiert, ist die Haut einem Vielfachen an Strahlenbelastung ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Haut, vor allem zu Beginn des Winterurlaubs, nicht an die Sonne gewöhnt ist. Schutzmechanismen wie Pigmentierung und eine dickere Hornhaut (Lichtschwiele) fehlen meist noch. Fatalerweise gibt es auch keine Warnsignale: Die kalte Winterluft täuscht über die Intensität der Strahlung hinweg, so dass wir den Beginn des Sonnenbrandes nicht oder nur kaum spüren. |
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Je höher die Lage, desto größer der Lichtschutz |
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Lichtschutzfaktoren (LSF), die Sie im Sommer für ein kurzes Sonnenbad benutzen, reichen deshalb für den Skiurlaub nicht aus. Hier brauchen Sie Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor nicht unter 15. Prinzipiell gilt: Je heller Ihr Hauttyp, je höher die Piste gelegen und je mehr reflektierte Strahlung durch Eis und Schnee existiert, desto höher muss der Lichtschutzfaktor sein. Wollen Sie zum Skifahren ins Hochgebirge, brauchen Sie einen Sunblocker (LSF über 20). Mit fortschreitender Bräunung können Sie den LSF dann langsam reduzieren. Für Nase, Stirn Ohren und die Haut über den Wangenknochen, sollten Sie in jedem Fall Sunblocker verwenden. |
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Breitbandfilter schirmen UV-A und UV-B ab |
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Obwohl für den Sonnenbrand nur die UV-B-Strahlung verantwortlich ist, sollten Sie ein Sonnenschutzmittel verwenden, das zusätzlich gegen UV-A-Strahlung schützt. Mittlerweile haben die Wissenschaftler nämlich herausgefunden, dass UV-A-Licht nicht so harmlos ist, wie man lange Zeit glaubte. Es dringt tief in die Haut ein, lässt sie vorzeitig altern und kann lichtbedingte Hauterkrankungen wie die Sonnenallergie auslösen. Ob es wie UV-B auch Hautkrebs begünstigt, ist unter Experten noch umstritten. |
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Wichtig: "Kälteschild" für Ihre Haut |
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Ein Sonnenschutzmittel, das für den Wintersport geeignet ist, sollte aber noch mehr leisten: Es muss die Haut auch vor Kälte schützen. Die kalte Winterluft, zusammen mit dem Abfahrtswind, erzeugt auf der Haut Temperaturen von bis zu minus 25 Grad. Einen guten Schutz vor Kälte bietet Fett. Bedauerlicherweise stellt die Haut ihre Talgproduktion schon bei plus 8 Grad ein. Statt zu einer leichten Sonnenlotion, wie Sie sie im Sommer verwenden, sollten Sie beim Wintersport besser zu fettreichen Sonnencremes oder extra fetthaltigen Wasser-in-Öl-Emulsionen greifen. Die Sonnenlotion vom Sommer bietet Ihrer Haut nicht nur zu wenig Schutz, sie kann ihr sogar schaden: Der hohe Wasseranteil, den diese Lotionen normalerweise haben, kann bei den tiefen Temperaturen, denen Ihre Haut beim Wintersport ausgesetzt ist, lokale Erfrierungen verursachen. |
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Die Lippen brauchen einen Extra-Schutz |
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Einen hohen Lichtschutzfaktor und Fett – diese zwei Schutzkomponenten brauchen auch die Lippen. Ihre zarte Haut ist sowohl der Kälte als auch der Wintersonne schutzlos ausgeliefert, weil sie nicht durch ausreichende Pigmentbildung oder die Verdickung der Hornhaut selbst vor der Sonne schützen kann. Und weil die Lippen kein Unterhautfettgewebe haben und nur sehr wenig Talgdrüsen, fehlt zudem ein schützender Fettfilm. Fetthaltige Pflegestifte mit einem hohen LSF sind deshalb unbedingt nötig, im Hochgebirge sollten sie Sunblockstifte verwenden. |
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