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Shiatsu |
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Mit sanftem Druck entspannen und beleben |
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Shiatsu wirkt harmonisierend auf Körper und Psyche, stärkt die eigenen Kräfte und beugt so zum Beispiel stressbedingten Erkrankungen und körperlicher wie geistiger Unbeweglichkeit vor. |
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Die Wurzeln des japanischen Shiatsu liegen wie die des Tai Chi in der traditionellen chinesischen Medizin: Sie lehrt, dass jede Krankheit durch ein Ungleichgewicht zwischen überschießender und mangelnder Energie – dem Qi – hervorgerufen wird. Ist das Qi (sprich Tschi) blockiert oder an bestimmten Stellen im Übermaß vorhanden, kann das zu Unwohlsein und Unausgeglichenheit und schließlich zu einer Erkrankung führen. Daraus entwickelte sich vor rund 100 Jahren in Japan die spezielle Technik des Shiatsu. "Shi" heißt zu Deutsch Finger, das Wort "atsu", wird mit Druck übersetzt. "Im Grunde genommen geht es bei Shiatsu darum, den Klienten zu ermuntern, seine Stärken und Schwächen wahrzunehmen und ein feineres Gespür für sich zu entwickeln ", erklärt Klaus Metzner, Shiatsu-Therapeut und Ausbilder am Europäischen Shiatsu Institut in München. |
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Shiatsu ist Druck, nicht Massage |
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Der Patient liegt bequem und warm gekleidet auf einer weichen Matte am Boden. Wer möchte, kann es sich auch auf einem Stuhl oder einer Liege bequem machen. Dann wird mit den Handflächen und Daumen Druck ausgeübt, mal punktuell, mal flächig, mal statisch, mal dynamisch. "Hin und wieder setze ich auch den Ellenbogen und manchmal sogar das Knie ein", sagt Klaus Metzner. Es wird weder geklopft noch massiert. Und während der Behandlung wird kaum gesprochen. Die Technik hat also nichts mit Massage, aber auch nichts mit Akupressur zu tun. Die einzelnen Druckpunkte spielen weniger eine Rolle, als die Stimulierung der Meridiane, der Bahnen, auf denen nach der chinesischen Lehre die Energie den Körper durchströmt. |
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Offenheit und Vertrauen zwischen Therapeut und Patient |
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Der erfahrene Behandler spürt, ob der unterschiedliche Druck gut tut, z.B. am tiefer werdenden Atem des Patienten. Herzfrequenz, Atmung und Muskeltonus lassen sich so beeinflussen und auch das Nervensystem stimulieren. Letztlich lernt der Behandelte durch die Berührungen des Therapeuten, sich selbst wahrzunehmen und damit mehr Gefühl für sich als ganze Person zu entwickeln. Weil das eine gewisse Intimität birgt, braucht es gegenseitige Offenheit und Vertrauen. |
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Wann hilft´s? |
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Shiatsu wirkt harmonisierend auf Körper und Psyche, stärkt die eigenen Kräfte und beugt so zum Beispiel stressbedingten Erkrankungen und körperlicher wie geistiger Unbeweglichkeit vor. Shiatsu hilft bei Alltagsbeschwerden wie Verspannungen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Störungen des vegetativen Nervensystems, bei Menstruationsbeschwerden und Kreislaufproblemen und auch bei chronischen Schmerzen. Um Beschwerden zu lindern, ist aber ein längerer Behandlungszeitraum nötig. |
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Mögliche Risiken |
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Ein erfahrener Therapeut wird immer den Austausch mit seinem Klienten suchen und Überforderung vermeiden. Vorsicht ist geboten bei starker Osteoporose und bei Bluthochdruck. Akute Erkrankungen gehören in die Hand eines Arztes. |
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Kurse & Kosten |
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Eine Sitzung von 45 oder 60 Minuten kostet 35 bis 60 Euro. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, ob Sie zuzahlt. Eine Liste von gut ausgebildeten Therapeuten verschickt die |
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Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland (GSD) |
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c/o Martina Friedmann |
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oder das |
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Institut für Aquatische Körperarbeit |
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Christhahlenweg 27 |
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© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn |