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Anti-Aging |
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Älter werden wir erst später |
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Dem Alter ein Schnippchen schlagen: Anti-Aging lautet das Zauberwort unserer Tage. |
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Die vier Grundpfeiler sind Bewegung, Ernährung, mentale Techniken und Hormontherapie. Die Apotheken Umschau befragte dazu Prof. Johannes Huber, Leiter der Endokrinologie und Reproduktion an der Frauenklinik der Universität Wien. |
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Dieser Begriff bedeutet in der Medizin eine neue Form der Vorbeugung. Wir bemühen uns, die Lebensqualität der Menschen ab 50 zu optimieren. Ziel ist es, kleine erkennbare Störungen der Organe im Körper zu beseitigen, bevor sie sich zu Problemen entwickeln können. Dabei spielen Hormone als Steuerungssubstanzen eine besondere Rolle. |
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Können Sie das näher erklären? |
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38.000 menschliche Gene hat man bisher ausfindig gemacht. Bei 5500 von ihnen mischt in irgendeiner Weise das Hormon 17 Beta-Oestradiol mit, das bisher vor allem als Weiblichkeitshormon bekannt wurde – ein vielseitiges Hormon also. Und Progesteron, ein anderes Fruchtbarkeitshormon, das größtenteils in den Eierstöcken gebildet wird, regeneriert sogar das menschliche Gehirn. Bei Hirn-Schädel-Traumen konnte es teilweise die schützende Myelinschicht um die Nervenfasern reparieren. Zudem soll Progesteron in umgewandelter Form als eine Art Beruhigungspulver wirken. |
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Welche Konsequenzen hat das für uns? |
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Wir wissen heute, dass durch eine angeborene Veränderung der Genstruktur die gleiche Menge an Hormonen bei verschiedenen Menschen recht unterschiedlich wirkt. Dieses Wissen wird wichtig, wenn z.B. Hormone von außen zugeführt werden sollen, etwa um die Leistung des Gedächtnisses zu verbessern oder Beschwerden in den Wechseljahren zu mildern. Mit Hilfe der Molekularbiologie können wir eine relativ genaue Dosis der benötigten Substanz individuell verabreichen. Das macht es den Menschen dann möglich, länger ohne Symptome zu altern. Die molekularbiologische Diagnostik wird sicher die Medizin revolutionieren. |
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Was können wir selbst tun, um lange jung zu bleiben? |
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Wirksam beim Anti-Aging sind Phasen, in denen die tägliche Kalorienzufuhr eingeschränkt wird. Jedes Jahr rund zwei Wochen lang nach 16 Uhr nichts mehr zu essen ist dabei optimal – solange Sie nicht untergewichtig sind. |
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