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Abschied von der Zigarette |
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Was Nichtraucher nie verstehen werden: Mit dem Rauchen aufhören ist schwer – vor allem dann, wenn sich der Körper viele Jahre lang an das Nikotin gewöhnt hat. Neun Tipps für werdende Ex-Raucher. |
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"Dieses Jahr ist Schluss mit den Zigaretten!" Viele Raucher gehen mit diesem guten Vorsatz ins neue Jahr. Die einen probieren es mit Akupunktur oder Hypnose, die anderen schwören auf Gummibärchen und Kaugummis. Jeder angehende Nichtraucher entwickelt andere Strategien, um mit einer liebgewordenen Gewohnheit zu brechen. Leicht fällt es den wenigsten. Wir haben neun Tipps, die Ihnen den Ausstieg erleichtern sollen: |
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Prüfen Sie Ihre Motivation: |
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Fragen Sie sich in aller Ruhe, warum Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Das edelste Motiv: Ihr Körper profitiert enorm vom Rauchstopp, denn Zigaretten schaden der Gesundheit. Doch welche weiteren Gründe haben Sie? Schreiben Sie sie auf. Ein paar Anregungen: Kleidung, Haare, Wohnung riechen nie wieder nach Rauch. Küsse schmecken besser. Sie können Treppen raufsprinten, ohne dass Ihnen gleich die Puste ausgeht. Ihre Haut wird sichtbar schöner, die Finger zeigen nicht mehr die typische Nikotinverfärbung, mit der sich Raucher outen. Sie sparen eine Menge Geld. Sie fallen nicht mehr unangenehm auf, weil Sie sich in der Öffentlichkeit eine Zigarette anzünden. Es gibt unzählige gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. |
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Sorgen Sie für Alternativen: |
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Beobachten Sie, in welchen Situationen Sie besonders gern zur Zigarette greifen. Ist es die nach dem Essen oder rauchen Sie beim Arbeiten? Oder machen Sie öfter eine kleine Zigarettenpause? Schreiben Sie die Gelegenheiten auf und versuchen Sie, in diesen Momenten gezielt für Ablenkung zu sorgen. Machen Sie ganz bewusst etwas anderes, wenn Sie den Drang nach einer Zigarette verspüren. Hören Sie ein bisschen Musik, gehen Sie ein paar Minuten spazieren, telefonieren Sie mit einem guten Freund oder tun Sie, was Ihnen sonst Spaß macht. Meiden Sie in den ersten Wochen außerdem Situationen, die Sie mit Rauchen verbinden, z.B. Kneipenbesuche. Planen Sie für die Freizeit bewusst Aktivitäten ein, die Rauchen ausschließen, z.B. Kino oder Theater. |
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Wählen Sie einen bestimmten Starttermin: |
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Verlegen Sie ihn in eine Phase, in der Sie kritischen Situationen aus dem Weg gehen können. "Stress-Raucher" sollten ihren ersten rauchfreien Tag in den Urlaub verlegen. Auch positive persönliche Veränderungen – eine neue Arbeitsstelle, Umzug in eine neue Wohnung, eine neue Partnerschaft – sind gute Gelegenheiten, um das Laster nicht in den neuen Lebensabschnitt mitzunehmen. Bewährt hat es sich außerdem, ein Nichtraucher-Tagebuch zu führen. Darin können Sie schwarz auf weiß Ihre Fortschritte und Ihre Schwachstellen überprüfen. |
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Lassen Sie sich helfen: |
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Fragen Sie in der Apotheke nach Mitteln, die Entzugserscheinungen lindern: Pflaster, Spray oder Kaugummi erleichtern vielen Rauchern den Abschied von der Zigarette. Oft ist es hilfreich, das Rauchen gemeinsam mit anderen aufzugeben. Suchen Sie sich "Mitmacher" oder schließen Sie sich einer Selbsthilfegruppe an. Viele Volkshochschulen bieten Kurse zum Thema "Nikotinentwöhnung" an. Sie können Sich auch an Ihren Hausarzt wenden. |
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Schaffen Sie rauchfreie Zonen: |
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Vertreiben Sie den Rauchgeruch aus Ihrer Wohnung. Waschen Sie die Vorhänge, verräumen Sie die Aschenbecher. Bestehen Sie zumindest in den ersten Monaten darauf, dass in Ihrer Umgebung nicht geraucht wird. Falls Ihr Partner weiterraucht, sollten Sie vereinbaren, dass er in der Wohnung auf Zigaretten verzichtet oder nur noch in einem bestimmten Zimmer raucht. |
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Treiben Sie Sport: |
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Sie wissen zwar, dass sich Ihr Körper jetzt von den Strapazen des Rauchens erholt. Am besten können Sie das Erfolgserlebnis aber beim Sport spüren: Je länger Sie nicht rauchen, desto mehr Energie und Ausdauer bekommen Sie. Zwei weitere Vorteile: Viel Bewegung, vor allem an der frischen Luft, lenkt von der Lust auf eine Zigarette ab, und Sie können Ihr Gewicht besser halten. Wenn Sie länger nicht sportlich aktiv waren, sollten Sie zuvor einen Gesundheitscheck beim Arzt einplanen. |
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Lassen Sie sich nicht verführen: |
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Wenn Sie sich entschlossen haben, nicht mehr zu rauchen, sollten das auch Ihre rauchenden Freunde akzeptieren. Bleiben Sie standhaft, wenn man Ihnen eine Zigarette anbietet. |
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Lassen Sie sich nicht entmutigen: |
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Schwach geworden? Seien Sie nicht zu streng mit sich. Deshalb müssen Sie nicht gleich alle Ihre Pläne über den Haufen werfen. Der kleine Ausrutscher sollte ganz im Gegenteil Ihren Ehrgeiz anstacheln, das nächste mal standhaft zu bleiben. Rückfälle sind normal. Im Schnitt braucht jeder Raucher sogar fünf bis acht Entwöhnungsversuche. Sehen Sie abgebrochene Versuche nicht als Misserfolg, sondern vielmehr als erste kleine Teilerfolge. |
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Tun Sie sich etwas Gutes: |
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Belohnen Sie sich für Ihre Standhaftigkeit. Gönnen Sie sich jede Woche eine Kleinigkeit – schließlich haben Sie jetzt etwas Geld übrig. |
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