Suchtbericht

Mit gezielter Aufklärung gegen Drogenmissbrauch

Damit Jugendliche endlich weniger Zigaretten, Alkohol und verbotene Drogen konsumieren, will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gezielte Info-Kampagnen initiieren.

Erfahrungen mit Alkohol, Tabak und illegalen Drogen sind unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland weit verbreitet. So trinken drei von zehn der 12- bis 25-Jährigen mindestens einmal pro Woche Alkohol, 38 Prozent rauchen mehr oder weniger regelmäßig Zigaretten, jeder Zwanzigste konsumiert aktuell verbotene Drogen.

Diese und weitere erschreckende Zahlen legte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in ihrem "Jahresbericht 2000" vor. Auch in Sachen Aids ist längst nicht alles, wie es sein sollte – beim Wissensstand der Bevölkerung lassen sich erste Lücken beobachten: Schützten sich noch vor fünf Jahren 72 Prozent der Alleinlebenden unter 45 beim Sex mit Kondomen, waren es im Jahr 2000 nur noch 70 Prozent.

Künftig will die BZgA, eine Fachbehörde des Bundesgesundheitsministeriums, noch enger mit den Krankenkassen zusammenarbeiten. In ihren aktuellen Studien kommt sie zu dem Schluss, dass die Aufklärung der jungen Leute über gesunde Ernährung sowie die Förderung von Sport und Bewegung wichtiger ist denn je. Jugendliche mit einem ausgeprägten Gesundheitsbewusstsein greifen nämlich deutlich weniger zu Suchtmitteln: Jeder dritte Sportliche trinkt selten oder nie Alkohol, die Hälfte von ihnen hat noch nie oder kaum geraucht, und drei von vier haben niemals irgendwelche Drogen genommen.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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