Koffein-Konsum

Wissenswertes über den Kick in Kaffee & Co.

Wie viel Kaffee, Tee und Cola sind gesund? Worauf müssen Sie beim Genuss dieser "Aufputschmittel" achten?

Koffein steckt in den Samen von Kaffee- und Guaranastrauch, in den Blättern von Tee und Mate, in den Früchten von Kakao- und Kolabaum. Chemisch betrachtet handelt es sich um 1,3,7-Trimethylxanthin – ein Alkaloid, das auch synthetisch hergestellt werden kann. Reines Koffein bildet weiße Kristallnadeln, die bitter schmecken und sich in Wasser und Alkohol nur schwer auflösen. So viel zur Chemie, jetzt zur pharmakologischen Wirkung auf unseren Organismus: In Maßen genossen, unterdrückt Koffein unser Müdigkeitsgefühl, verhilft uns zu einem klareren Gedankenfluss und schnellerer Assoziationsfähigkeit. Außerdem beeinflusst es unser Atemzentrum, erweitert die Herzkranzgefäße, erhöht die Herzfrequenz und wirkt harntreibend.

Mediziner von der amerikanischen Mayo-Klinik haben Wissenswertes rund um den Kick in Kaffee & Co. zusammengestellt. Am meisten Koffein ist in Kaffee enthalten, der nach der Brüh-und-Tropf-Methode bereitet wurde: 103 Milligramm des Muntermachers stecken in jeder Tasse. Der kleine Espresso bringt es auf 100, Instantkaffee noch auf 57 mg. Schwarzer Tee zaubert 36 mg in die Tasse und liegt damit zwischen den "koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken" Pepsi Cola (37 mg) und Coke (31 mg). Schlusslicht ist der Zitronentee mit gerade einmal 25 mg.

Allzu viel des bitteren Stoffes ist jedoch ungesund. Wer Familienflaschen voll Cola oder kannenweise Kaffee kippt, wird leicht reizbar, nervös und bisweilen schlaflos. Und wer ohnehin unter Panikattacken leidet, verschlimmert diese mit einer hohen Dosis Koffein womöglich noch. Auch im Verdauungssystem kann der Bohnenextrakt allerhand anrichten, zum Beispiel Sodbrennen hervorrufen, vorhandene Magengeschwüre reizen und Magen-Darm-Verstimmungen, Durchfall oder Verstopfung auslösen. Auch eine gereizte Blase und ungewohnt häufiges Urinieren können die Folge sein, wenn Sie öfter zu viel Kaffee trinken. Wer eine dieser Störungen bei sich bemerkt, so die Mayo-Mediziner, sollte seinen Koffeinkonsum auf jeden Fall reduzieren.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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