Aromatherapie

 

Duftes Badevergnügen

Düfte können wunderbar verwöhnen. Alle, die die kleinen Fluchten lieben und Körper, Geist und Seele mit verführerischen Düften wieder in Einklang bringen wollen, finden in der Wanne zu Hause Momente höchster Entspannung. Monika Werner, Aromatherapeutin und Heilpraktikerin in München, gibt Tipps, damit Ihr Bade-Erlebnis zu einem ungetrübten Wasservergnügen wird.

"Am häufigsten wird der Fehler gemacht, die Essenzen zu hoch zu dosieren", betont die Aromatherapeutin. Weniger ist hier mehr! Denn zu viel des Duftes macht Kopfweh, anstatt zu entspannen. Wer also die Kraft der Düfte für sich nutzen will, sollte deshalb vor allem mit den ätherischen Ölen knausern.

Ein paar Tropfen Milch einrühren

Ein weiterer Fehler: Essenzen in großen Mengen einfach ins Badewasser zu träufeln. Dann schwimmen die Tropfen lediglich auf der Oberfläche und können die Haut unnötig reizen, warnt die Aromatherapeutin. Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich und brauchen deshalb unbedingt eine fettlösliche Trägersubstanz. Rühren Sie also wenige Tropfen in einen halben Becher Sahne oder Vollmilch ein, und geben Sie das Gemisch ins fertige Badewasser. Übrigens, auch in einem Esslöffel Honig lassen sich ätherische Öle gut verteilen.

Rezepturen für duftende Badesalze

Als Faustregel gilt: Je intensiver der Geruch der jeweiligen Essenz, desto niedriger sollte sie dosiert werden. Bei Blütendüften wie Rose und Jasmin genügt ein Tropfen, bei Zimt reichen zwei in einer Mischung aus. "Es gibt eine ganz einfache Grundmischung für ein herrliches Badesalz", verrät die Aromatherapeutin. Wer es nachmachen will, hier die Rezeptur: Zwei Drittel eines gründlich gesäuberten Marmeladenglases mit ungereinigtem Meersalz und mit ein bis zwei Esslöffeln Jojoba-, Sesam- oder Mandelöl füllen. Wenige Tropfen ätherischen Öls (15 bis max. 20) darunter geben. Je nachdem, ob Sie entspannen, den Frust des Arbeitstages vergessen wollen oder einen zusätzlichen belebenden und anregenden Kick für den Abend brauchen, wählen Sie Ihre ganz persönliche Mischung aus.

Sie können aber auch eine der folgenden drei von Monika Werner empfohlenen und erprobten Mischungen dem Badesalz zufügen:

Belebend und erfrischend

5 Tropfen Myrte
5 Tropfen Grapefruit
4 Tropfen Rosmarin

Erwärmend und entspannend

5 Tropfen Benzoe Siam
7 – 8 Tropfen Bergamotte
4 Tropfen Petit Grain
1 Tropfen Blütenöl (je nach Typ,
z.B. Jasmin, Rose oder Hyazinthe)

Psychisch aufhellend und entspannend

4 Tropfen Fichtennadel
5 Tropfen Douglasie
6 Tropfen Zedernholz
5 Tropfen Lemongras oder Mandarine
5 Tropfen Lavendel
Zuletzt alles gut vermengen und verschließen.

So bereiten Sie ein Duftbad richtig zu

Für ein Vollbad lassen Sie Wasser in die Wanne laufen. Geben Sie ein bis zwei Esslöffel des Badesalzes oder die z.B. in Sahne gelösten Essenzen ins warme Wasser. Die Wassertemperatur sollte 38 Grad nicht übersteigen. Durch die warmen Dämpfe kommen die Wirkstoffe besonders gut zur Geltung. Baden Sie nicht länger als eine Viertelstunde, sonst macht Ihr Kreislauf schlapp. Vollbäder sind für Menschen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Hautkrankheiten und Fieber nicht geeignet.

Und noch ein Tipp, bevor Sie in die Wanne steigen: Achten Sie nicht nur darauf, dass es im Badezimmer schön warm und kuschelig ist, sondern schaffen Sie sich dort ein eigenes, kleines Reich voller sinnlicher Erlebnisse. Angeregt durch kraftvolle und betörende Düfte, sanftes Kerzenlicht und entspannende Musik tauchen Sie dann für kostbare Augenblicke ab – in eine andere Welt.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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