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Nüsse |
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Knabbern für die Gesundheit |
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Ob Hasel- oder Walnüsse, Mandeln oder Pistazien: Wer mäßig, aber regelmäßig zu den köstlich-knackigen Schalenfrüchten greift, schützt sein Herz. |
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Es ist Zeit, den Nussknacker hervorzuholen: Frisch geerntete Mandeln, Hasel- und Walnüsse füllen die Steigen der Obst- und Gemüsehändler. Erdnüsse und Pistazien warten darauf, an langen Winterabenden geknackt zu werden. Die vielseitigen Schalenfrüchte schmecken nicht nur pur, sie munden süß oder salzig und bereichern die unterschiedlichsten Gerichte. |
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Gewandeltes Image
Lange Zeit waren Nüsse als Dickmacher verschrien. Mittlerweile haben Ernährungswissenschaftler die kleinen Kraftpakete rehabilitiert. Die fett- und eiweißreichen Samen liefern zwar viele Kalorien, punkten aber mit ihrem Gehalt an lebensnotwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien. Und nicht zuletzt verdanken sie ihr gewandeltes Image dem vormals verpönten hohen Fettanteil. Die kleinen Schalenfrüchte liefern überwiegend ungesättigte Fettsäuren. Diese beeinflussen die Blutfettwerte günstig. |
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Wer regelmäßig zu diesem Knabberzeug greift, senkt sein Herzinfarktrisiko um rund 30 Prozent, wie mittlerweile verschiedene Studien belegen. Nüsse reduzieren den Gehalt an schädlichem LDL-Cholesterin und beeinflussen das positive HDL-Cholesterin nicht nachteilig. Damit mindern sie die Gefahr, dass sich in den Arterien Ablagerungen bilden. Werden durch solche arteriosklerotischen Prozesse Herzkranzgefäße verschlossen, kommt es zum Infarkt. |
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Blutdrucksenker
Dies ist aber nicht der einzige Mechanismus, über den Nüsse die Gesundheit von Herz und Gefäßen beeinflussen. Sie liefern Arginin, das der Körper zur Stickoxidsynthese braucht. Als Botenstoff hindert Stickoxid die Blutplättchen am Verklumpen und weitet die Blutgefäße. Auf diese Weise senkt es den Blutdruck und fördert die Durchblutung. Nüsse enthalten außerdem reichlich Antioxidantien, allen voran Vitamin E. Diese Stoffe können freie Radikale – hoch reaktive Sauerstoffmoleküle – neutralisieren. Damit schützen sie Zellen vor dem Angriff der freien Radikale. Bestimmte sekundäre Pflanzenwirkstoffe in den Nüssen, die Phytosterine, beeinflussen den Cholesterinspiegel ebenfalls günstig und beugen Gefäßleiden vor. Die Pflanzenstoffe ähneln in ihrer chemischen Struktur dem Cholesterin. Weil sie das Blutfett im Darm gleichsam nachahmen, gelangt das echte Cholesterin schlechter durch die Dünndarmwand ins Blut und wird vermehrt ausgeschieden. |
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Lieblingssorte
Ob Hasel-, Wal- oder Erdnüsse, Cashewkerne, Mandeln oder Pistazien – Sie dürfen Ihre Lieblingssorte frei wählen. Untersuchungen bescheinigen den unterschiedlichen Nussarten vergleichbare Wirkungen. Mehrwöchige Studien, in denen Teilnehmer ihren Speiseplan mit gemischten Nüssen oder nur einer bestimmten Sorte bereicherten, brachten ähnliche Ergebnisse. In einer aktuellen Studie verzehrten zwölf Frauen mit erhöhtem Cholesterinspiegel über vier Wochen Vollwertkost, die täglich zwei Esslöffel gemischte Nüsse einschloss. Nach vier Wochen lag der Cholesterinspiegel um 13 Prozent niedriger als unter ihrer üblichen Ernährung. Vergleichbare Ergebnisse lieferten auch Studien, in denen Teilnehmer sich auf eine Nusssorte beschränkten. |
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Zwischenmahlzeit
Ernährungswissenschaftler empfehlen heute, eine Portion Nüsse – rund 30 Gramm – in den täglichen Speiseplan aufzunehmen. Damit sich die kleinen Kraftpakete nicht doch noch als Dickmacher erweisen, sollten Sie Nüsse nicht nebenher und unkontrolliert knabbern, sondern damit zum Beispiel eine Zwischenmahlzeit ersetzen. Denn wer sich eine 100-Gramm-Packung Nüsse einverleibt, nimmt immerhin 600 Kilokalorien zu sich – fast so viel wie mit einer Hauptmahlzeit. |
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Quelle: Gesundheit |
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© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn |