Wie gesund sind unsere Lebensmittel?

 

Schimmel in Pistazien, Cadmium in Leinsamen – an sich gesunde Lebensmittel entpuppen sich bei Analysen im Labor mitunter als schädlich. Lesen Sie hier die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung.

Wie gesund sind unsere Lebensmittel? Finden sich noch Reste von Nitrat im Gemüse oder Schwermetalle in Pilzen? Mit solchen Fragen beschäftigt sich seit 1995 das "Lebensmittel-Monitoring", ein von Bund und Ländern durchgeführtes Mess- und Beobachtungsprogramm. Jedes Jahr nehmen die amtlichen Lebensmittelbehörden Stichproben vorher bestimmter Lebensmittel aus Supermarktregalen, bei Herstellern und Fleischbetrieben, leiten diese an das Bundesinstitut für Verbraucher und Veterinärmedizin (BgVV) weiter, wo sie auf unerwünschte Stoffe hin untersucht werden. Im Jahr 1999 gehörten dazu über 20 Lebensmittelgruppen in- und ausländischer Herkunft wie Putenfleisch, Salami, Leinsamen, Pistazien, Kaffee, Weizenkörner.

Die Ergebnisse:

Die Gemüsearten, die 1999 untersucht wurden (Blumenkohl, Gemüsepaprika, Zwiebeln), waren praktisch frei von Pflanzenschutzmitteln. Beim Nitrat zählen Zwiebeln und Paprika zu den niedrig, Blumenkohl zu den mittelgradig belasteten Gemüsen.

Weizen enthielt praktisch keine unerwünschten Stoffe, ebenso die untersuchte Säuglings- und Kleinkindernahrung.

Viele Wildpilze sind mit dem Schwermetall Cadmium belastet; das BgVV rät, in der Woche nicht mehr als 200 bis 250 g zu verzehren. Zuchtchampignons waren nur gering belastet.

Auch in Leinsamen fanden die Wissenschaftler relativ hohe Cadmiumwerte.

Keine Entwarnung bei Pistazien aus dem Iran: Noch einmal warnt das BgVV vor dem Verzehr. Die meisten Proben überschritten den Höchstwert erbgutschädigender und krebserzeugender Aflatoxine, das sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


weitere Artikel im ARCHIV