Entwarnung für Genießer

 

Keine Gefahr aus dem Kochtopf

Krebsrisiko durch Antihaftbeschichtung, Alzheimer aus dem Aluminiumtopf – was ist dran an solchen Meldungen?

Vieles von dem, was wir essen, kommt heiß auf den Tisch: aus Töpfen und Pfannen, die aus verschiedenen Materialien gemacht sind. Und immer wieder berichten Zeitschriften über gesundheitsgefährdende Schadstoffe, die beim Kochen oder Braten aus den Kochutensilien gelöst werden sollen und so zu unerwünschten Zutaten unserer Mahlzeiten werden können. Das Europäische Forum für Gesundheitsinformationen und die Universität Berkeley in Kalifornien wollten es nun genau wissen. Im Gesundheitsreport "Intern" nahmen sie die am Herd gebräuchlichsten Materialien unter die Lupe.

Bratpfannen und Backformen mit Antihaftbeschichtung standen lange Zeit in Verdacht, Krebs zu erregen. Mittlerweile steht fest: Die Beschichtung büßt zwar durch häufigen Gebrauch ihren Antihafteffekt ein, sollten abgeschabte Teilchen jedoch tatsächlich in unserem Magen landen, würden sie unverändert wieder ausgeschieden.

Aluminiumteilchen aus entsprechenden Töpfen und Pfannen könnten die Alzheimer-Krankheit auslösen, wurde vor einigen Jahren immer wieder kolportiert. Hier gibt es Entwarnung. Nach Aussagen des US-amerikanischen National Institute of Health gibt es für diesen Verdacht keinerlei Hinweise. Die Mengen Aluminium, die von entsprechenden Kochgefäßen an Speisen abgegeben werden, sind minimal.

Und wie steht´s mit Plastikgefäßen?

Im Backofen dürfen sie auf keinen Fall verwendet werden, weil sie dort schmelzen. Auch in der Mikrowelle taugen sie nur, wenn sie den Hinweis "Geeignet für die Mikrowelle" tragen. Andere Behälter können die Form verlieren, mit der Nahrung verschmelzen und Chemikalien an sie abgeben.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


weitere Artikel im ARCHIV