Schnelle Hilfe bei
Sodbrennen

 

Klassisches Sodbrennen, das brennende Gefühl in der Speiseröhre, ist das häufigste Symptom, wenn Magensaft zurückfließt. Meist ist das kein Krankheitszeichen, sondern eine normale Reaktion des Körpers auf Ernährungssünden.

Fettes Essen, zu viel Kaffee, übermäßiger Genuss von Weißwein oder Süßigkeiten schwächen vorübergehend den Schließmuskel, der den Magen gegen die Speiseröhre abdichtet. Schafft es die Speiseröhre nicht, den Verdauungssaft wieder in den Magen zu befördern, spüren Sie in der Regel Sodbrennen. Die Klärfunktion der Speiseröhre können Sie mit einem Glas Milch unterstützen, die die Säure puffert. Gezielter wirken Säure regulierende Medikamente aus der Apotheke mit den Wirkstoffen Aluminiumnatriumcarbonatdihydroxid, Aluminiumhydroxid in Kombination mit Alginsäure, Magaldrat, Kalzium- und Magnesiumcarbonat, Simaldrat sowie Hydrotalcit. Sie binden die Säure und entschärfen den ätzenden Reflux. Hilfreich sind auch niedrig dosierte H2-Blocker mit den Wirkstoffen Ranitidin und Famotidin. Sie verringern übermäßige Säurebildung im Magen. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welches Medikament Ihnen am besten hilft – alle diese Mittel erhalten Sie rezeptfrei.

Problemfall: "Dauerbrennen"

Wer häufig Sodbrennen hat (einmal in der Woche oder öfter) sollte vorsichtshalber zum Arzt gehen. Mögliche Ursachen und was Sie dagegen tun können:

Medikamente.

Herzpräparate mit den Wirkstoffen Nitroglyzerin und Nifedipin können den Schließmuskel schwächen. Das Gleiche gilt auch für Medikamente mit dem Wirkstoff Theophyllin, die Ärzte vor allem Lungenkranken verordnen.

Tipp: Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen und dabei öfter Sodbrennen haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Stress.

Für die starke Zunahme von Reflux-Beschwerden in den vergangenen Jahren machen Ärzte auch wachsende psychische Belastungen verantwortlich – zum Beispiel am Arbeitsplatz. Stress greift das vegetative Nervensystem an, das den Schließmuskel reguliert.

Tipp: Entspannungsübungen wie autogenes Training können helfen, den Stress abzubauen. Und: Schlingen Sie Ihr Essen nicht herunter. Wer zu schnell isst, daut die Nahrung nicht genügend im Mund an. Dann verweilt das Essen länger im Magen – das bedeutet Reflux-Gefahr.

Übergewicht.

Zu viele Pfunde erhöhen den Druck auf den Magen und das Zwerchfell, und belasten damit den Schließmuskel.

Tipp: Gewicht reduzieren. Wer dabei auch auf Naschereien verzichtet, profitiert gleich doppelt, denn Süßigkeiten können den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre zusätzlich schwächen.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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