Wohlige Massage mit Pflanzenölen

 

Die naturbelassenen Extrakte aus reifen Früchten und Samen verwöhnen die Haut und schmeicheln der Seele.

Im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst, kann eine Ölmassage schon mal zwei Stunden dauern: Diese Ganzkörper-Behandlung soll Blutkreislauf und Lymphfluss anregen. Sie gilt als reinigend und entschlackend. Auch wer weniger Zeit hat, profitiert von der wohltuenden Wirkung hautpflegender Körper-Öle. Nach dem Duschen oder Baden packen Pflanzenextrakte den Körper in eine wohlig warme Hülle. Sie halten die Haut geschmeidig und fördern ihre Funktionen. Das Auftragen lässt sich mit einer kleinen Massage verbinden – die sanften Berührungen schmeicheln Leib und Seele.

Nur Natur. 

Fans naturreiner Kosmetik kommen auf ihre Kosten: Pflanzliche Öle bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen Substanzen: Durch die geschickte Kombination mit ätherischen Ölen bleiben sie auch ohne Konservierungsstoffe haltbar. Einige Hersteller setzen lediglich Vitamin E zu, damit das Öl nicht ranzig wird. Emulgatoren, die in Lotionen Öl und Wasser verbinden, sind überflüssig.

Guter Duft. 

Kaltgepresste Öle aus reifen Früchten und Samen enthalten viele essentielle Fettsäuren, Lecithin, Vitamine und andere Haut pflegende Stoffe. Ätherische Öle verleihen den Naturprodukten nicht nur einen angenehmen Duft. Über Haut und Nase beeinflussen sie auch das Wohlbefinden: Sie regen an und beleben oder beruhigen und entspannen. Pflanzliche Zusätze wie Kamille oder Aloe vera unterstützen die pflegenden Eigenschaften der Öle. Eine Besonderheit bilden so genannte Mazerate: Das sind Auszüge von Blüten und Kräutern in Basis-Ölen, zum Beispiel Oliven- oder Sesam-Öl. Sie verbinden die pflegenden Eigenschaften der verwendeten Öle und der eingelegten Pflanzen. Hautöle mit Johanniskraut, Ringelblumen oder Arnika gewinnen Hersteller auf diese Weise. 

Kosmetikhersteller verwenden Öle pur oder in Kombinationen, die ihre Haut pflegenden Eigenschaften optimal verbinden. 

Jojoba-Öl, seit Jahren eines der beliebtesten Hautöle, ist seiner chemischen Struktur nach ein Flüssigwachs. Das Produkt der Nuss des amerikanischen Wüstenstrauchs Buxus chinensis lässt sich sehr gut auf der Haut verteilen, zieht schnell ein und hinterlässt keinen störenden Fettfilm. Seine Struktur ähnelt dem menschlichen Hautfett. Das pflegende "Öl" steigert die Feuchtigkeit der Haut und macht sie geschmeidig und weich. Das flüssige Wachs zeichnet sich besonders durch sehr lange Haltbarkeit aus und bleibt auch ohne weitere Zusätze lang frisch. 

Mandel-Öl schmeichelt empfindlicher Haut. Das dünnflüssige Öl der Mandel besitzt eine besonders feine und angenehme Konsistenz. Es ist reich an essentiellen Fettsäuren und pflegt auch empfindliche Babyhaut. 

Moschusrosen-Öl wurde erst vor wenigen Jahren für die Kosmetik entdeckt. Das wertvolle Hagebuttenkern-Öl der südamerikanischen Wildrose (Rosa mosqueta) gilt als natürliches "Anti-aging-Präparat": Dank seines hohen Gehalts an Gamma-Linolensäure und natürlicher Vitamin-A-Säure regeneriert und glättet es reife Haut. 

Sanddorn-Öl weist ähnlich positive Eigenschaften auf. Das Öl aus den Kernen und dem Fruchtfleisch der kleinen orangenen Früchte glänzt mit einem hohen Gehalt an Vitamin C, Linol- und Linolensäure. Es unterstützt den natürlichen Hautstoffwechsel. 

Gute Haut-Öle sind auch die Extrakte aus Erdnuss, Olive, Sesam und Sonnenblume. Wer Haut-Öle für die tägliche Körperpflege benutzt, sollte sie immer in die noch feuchte Haut einmassieren. Dann bildet sich ein natürlicher Fett-Feuchtigkeits-Film, der gut in die Haut eindringt und sie geschmeidig hält. Werden Öle ausschließlich auf trockener Haut aufgetragen, verbleibt der Fettfilm auf der Haut, und sie kann austrocknen.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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