Warum Lachen fit macht

 

Wer oft ausgelassen lachen kann, hat gute Chancen auf ein langes Leben. Lachforscher, so genannte Gelotologen, haben herausgefunden: Eine Minute Lachen ist so erfrischend wie 45 Minuten Entspannungstraining.

Wenn 80 Muskeln lachen
Was der Volksmund immer schon wusste, wird von Forschern in zahlreichen Studien bestätigt: Menschen, die lachend durchs Leben gehen, sind gesünder, denn Lachen versetzt uns für kurze Zeit in einen positiven Stresszustand.
Wer richtig ausgelassen lacht, bewegt bis zu 80 Muskeln. Die Schultern zucken, der Brustkorb bebt, das Zwerchfell hüpft. Sauerstoff wird über die Atmung in die Adern gepumpt. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, bis er dann ganz langsam wieder abfällt. 

Clowns für die Seele
Wenn Sie sich also öfter richtig schlapplachen – gut so, denn durch den Abbau von Stresshormonen verbessert sich auch die Immunabwehr. Auch bei jedem noch so dummen Scherz, über den wir lachen müssen, werden Selbstheilungskräfte frei. Der Körper bildet dabei "Glückshormone", so genannte Endorphine.
Weil Lachen helfen kann, schneller gesund zu werden, gehen professionelle Spaßmacher in den USA bereits seit 1985 auf Visite in die Kinderkrankenhäuser. Seit 1994 besuchen Clown-Doktoren mit roten Pappnasen und bunten Perücken auch in Deutschland kranke Kinder. Dr. Schwuppdiwupp oder Dr. Sternschnuppe setzen beim Spiel mit den kleinen Patienten auf die heilende Wirkung des Lachens. Ihre Arbeit sehen sie als Begleitung zur medizinischen Versorgung.

Der Seele tut dabei oft sogar schon ein Lächeln gut. Es löst nicht nur äußere, sondern auch innere Spannungen. Dabei scheinen Kinder dafür noch einen unverfälschteren Sinn zu haben. Die junge Wissenschaft der Gelotologie, die es erst seit den 70er Jahren gibt, berichtet davon, dass Erwachsene täglich nur ungefähr 15-mal, Kinder dagegen bis zu 400-mal kichern oder lachen.

So lernen Sie das Lachen
Humor ist immer eine individuelle Sache. Jeder kann etwas anderes für witzig halten. Paare oder Familien entwickeln oft einen eigenen Humor. Vererbt wird der Sinn für das Komische jüngsten Studien zufolge aber nicht. In jedem Fall kann man es lernen. Und das könnte all jenen gut tun, denen selten ein aufrichtiges Lachen über die Lippen kommt.

Tipps, wie Sie das Lachen wieder lernen:

1. Lassen Sie in Gedanken eine lustige Situation an sich vorüberziehen. Erinnern Sie sich an Details.
2. Führen Sie ein Humor-Tagebuch. Schreiben Sie auf, über was Sie sich besonders amüsiert haben.
3. Heben Sie auf, was Sie witzig finden, und legen Sie eine Sammlung an.
4. Sehen Sie sich lustige Filme oder Theaterstücke an. 
5. Begeben Sie sich in die Gesellschaft heiterer Menschen. 

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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