Fernöstliche Entspannungsübungen

 

Qigong hilft bei Bluthochdruck und Asthma

Qigong ist ein Sammelbegriff für Entspannungs- und Bewegungsübungen, die sich mit der Lebenskraft, dem Qi, beschäftigen.

Ein wesentlicher Anspruch des Qigong ist die Harmonisierung von Körper, Geist und Atem, sagte Dr. Ingrid Reuther beim Kongress des Zentralverbandes der Ärtze für Naturheilverfahren in Freudenstadt.

Qigong schützt Hypertoniker vor dem Schlaganfall

Doch die Übungen sind anscheinend nicht nur Balsam für die Seele, sie nutzen auch der Gesundheit. Erste Studien belegen deutliche Erfolge bei psychosomatisch mitgeprägten Erkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie) oder Asthma. Eine chinesische Studie ergab für 244 Hypertoniker, die regelmäßig Qigong ausübten, eine Schlaganfallrate von 18 Prozent. Bei der Kontrollgruppe von 312 Patienten, die keine Entspannungsübungen machten, lag die Schlaganfallrate dagegen bei 41 Prozent. Beide Gruppen waren medikamentös ähnlich eingestellt.

Wichtig für diesen Schutzeffekt sei es allerdings, die Übungen regelmäßig auszuführen. Eine Analyse der Qigong-Gruppe zeigte für diejenigen, die die Übungen häufig anwandten, eine Sterberate von 11,2 Prozent. Bei den Patienten dagegen, die ihre Übungen nur unregelmäßig ausführten, lag der Wert bei 29 Prozent.

Lungenwerte von Asthmatikern verbessert

Auch Asthmapatienten profitieren von der fernöstlichen Entspannungsmethode. Das zeigte eine Untersuchung der Uni Witten-Herdecke mit 30 Asthma-Patienten: Nach achtwöchigem Qigong-Kurs und einer anschließenden achtwöchigen Eigenübungsphase verbesserten sie ihren Ausgangs-Peak-Flow (Messwert zur Prüfung der Lungenfunktion) im Schnitt um zehn Prozent. Gleichzeitig konnten die Asthmatiker ihre Medikamentendosis reduzieren. Auch hier verbesserte sich vor allem der Gesundheitszustand der Patienten, die ihre Übungen intensiv praktizierten.

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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