Grippale Infekte

 

Dem Husten was husten

Manchmal helfen die besten Vorbeugemaßnahmen nichts: Der Nachwuchs hat eine Erkältung erwischt. Am unangenehmsten ist dann oft der Husten. Doch mit unseren sechs Strategien ist alles halb so schlimm.

Sechs Tipps gegen Husten

Wenn ihr Kind leicht hustet und kein Fieber hat, können Sie ihm mit folgenden Mitteln helfen:

1 Genug Flüssigkeit:

Warme Getränke sorgen dafür, dass sich der Schleim verflüssigt. Geeignet sind Früchtetees aus der Apotheke, am besten ungesüßt.

Wenn Ihr Kind keinen Tee mag, kann es auch warme Bouillon (nicht zu salzig), zimmerwarmes, stilles Mineralwasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte trinken. Spezielle Kräutertees mit Auszügen z.B. von Anis, Fenchel oder Thymian beruhigen zudem die entzündeten Schleimhäute. Wenn Sie Ihr Baby noch stillen, legen Sie es öfter an.

2 Raumklima:

Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit – 50 bis 70 Prozent relative Luftfeuchte (Hygrometer). Vliespapierverdunster oder eine Tonschale Wasser auf der Heizung helfen dabei. Außerdem bitte regelmäßig lüften und die Zimmer nicht überwärmen – etwa 20 °C. Und lassen Sie auf jeden Fall das Rauchen sein!

3 Brustwickel mit Quark oder Zitrone:

Das altbewährte, gut wirksame Hausrezept gegen Husten ist für Kinder ab zwei Jahren geeignet. Rezept für den Quarkwickel: Bestreichen Sie eine Mullwindel zur Hälfte handbreit mit zimmerwarmem Magerquark. Decken Sie den Quark mit der überstehenden Windel ab, und legen Sie ihn um Brust und Rücken ihres Kindes. Darüber kommt ein angewärmtes, längsgefaltetes Frotteehandtuch. Nach spätestens 30 Minuten nehmen Sie den Wickel wieder ab. Der Wickel wirkt krampflösend und entspannend.

4 Einreiben:

Wenn Ihr Kind keine Geduld für Wickel aufbringt, können Sie Brust und Rücken auch mit Salben einreiben, die ätherische Öle enthalten (z.B. Kiefernadelöl und Eukalyptusöl) und das Atmen erleichtern. Fragen Sie nach Fertigpräparaten, die dem Alter Ihres Kindes entsprechen, und lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.

5 Inhalieren:

Ältere Kinder ab etwa vier Jahren können auch mit einem standsicheren Gerät aus der Apotheke inhalieren. Die gibt es mit unterschiedlich großen Atemmasken. In das heiße Wasser können Sie entsprechende Zusätze geben. Welche für Ihr Kind geeignet sind, erfahren Sie in Ihrer Apotheke. Aber Vorsicht: Lassen Sie Ihr Kind nie mit dem gefüllten Inhaliergerät allein.

6 Hustensaft:

Zur Hustenlinderung können Sie Ihrem Kind auch Tropfen mit pflanzlichen Auszügen oder Säfte geben. Bei trockenem Reizhusten, der besonders nachts sehr quälend ist, helfen Präparate mit Auszügen aus Isländisch Moos, Eibischwurzel, Malve, Primelwurzel und Spitzwegerich. Krampflösend wirkt auch Efeublätterextrakt. Bei Husten mit Schleimbildung und Auswurf lösen Auszüge aus Anis, Fenchel, Thymian, Süßholzwurzel oder Schlüsselblume den Schleim in den Atemwegen und erleichtern das Abhusten. Die gleiche Wirkung haben Medikamente mit den Wirkstoffen Ambroxol, Bromhexin oder Acetylcystein. Geben Sie Hustenstiller nie ohne Rücksprache mit dem Arzt. Sie dämpfen zwar den Hustenreiz, aber damit auch das Abhusten.

Präparateliste:

Ambroxol: z.B. als Tropfen, z.B. Mucosolvan S Tropfen

Acetylcystein: z.B. als Saft, z.B. Fluimucil Kindersaft

Pflanzliche Hustensäfte/Tropfen: z.B. Sinuforton Saft (ohne Alkohol),
z.B. Aspecton N Hustentropfen (ohne Alkohol)

Für Einreibungen: z.B. Transpulmin Kinderbalsam S

Zur Inhalation: z.B. Transpulmin Kinderbalsam S

z.B. Transpulmin Baby Lösung

z.B. Emser Salz

© Wort und Bild-Verlag, Baiersbrunn


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