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Diabetesrisiko Schlafmangel |
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Wer wenig schläft, wird leichter zuckerkrank |
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Zu wenig Schlaf über lange Zeit hinweg kann das Diabetesrisiko erhöhen. In einer amerikanischen Studie entwickelten fast der Hälfte der "Wenig-Schläfer" eine Insulin-Resistenz, die die Basis des Typ-2 Diabetes ist. |
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Die Forscher untersuchten 14 "Normal-Schläfer", deren Schlafzeit bei ca. acht Stunden lag, sowie 13 Personen mit einer durchschnittlichen Schlafzeit von fünf Stunden und 16 Minuten. Ein Messgerät am Handgelenk zeichnete die Schlafphasen nach einer Eingewöhnungsphase über zwei Nächte hinweg auf. Am letzten Untersuchungstag unterzogen sich die Teilnehmer einem Glukose–Toleranz-Test, um die Wirkung des körpereigenen Insulins zu überprüfen. |
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Bei den "Kurzschläfern" fanden die Forscher der Universität von Chicago eine um 40% verminderte Insulin-Sensitivität. Das heißt, die Insulin-Meßfühler (Rezeptoren) der Zellen reagierten nicht mehr ausreichend auf das Hormon. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass chronischer Schlafmangel selbst bei jungen und gesunden Erwachsenen Insulin daran hindert, seine Funktionen ordentlich auszuführen." , so Bryce A. Mander, einer der beteiligten Wissenschaftler. Eingeschränkte Glukose-Toleranz, die aus geringer Insulin-Sensitivität hervorgeht, ist die Grundlage auf der sich ein Typ-2 Diabetes entwickelt. |
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Die Studie, die auf der Jahrestagung der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft präsentiert wurde, untermauert die Hypothese, dass ein gesunder Schlaf neben vielen anderen Funktionen auch für einen normalen Zuckerstoffwechsel notwendig ist. Gerade in westlichen Industrieländern ist chronischer Schlafmangel weit verbreitet. |
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